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Warum ist CBD gesund für mich?

by Marco Bühler

02.07.2019

Der Glaube, dass Cannabis summa summarum ungesund und eine Droge ist, ist nur die eine Seite der Medaille. Die als ungesund angesehene Seite der Cannabispflanze bezieht sich auf den berauschenden Inhaltsstoff Tetrahydrocannabinol, kurz THC. Das Rauchen und Essen dieser Substanz ist auf lange Sicht gesundheitsschädlich. Daher gilt das THC in Cannabis als Droge. Es unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz. Anbau, Handel und Konsum sind gleichermassen strafbar.

Es gibt aber neben dem THC auch noch an die 160 andere Cannabinoide in der Cannabispflanze, Unter diesen ist das Cannabidiol - kurz CBD - einer, der gerade als gesundheitlich vorteilhaft Furore macht. Vermutlich sind am Ende nicht alle gesundheitlichen Nutzungsmöglichkeiten so gegeben, wie man sie heute annimmt. Doch dass CBD in vieler Hinsicht gesundheitsförderlich ist, das ist dank vieler Studien unstrittig.


Cannabis ist eben nicht Cannabis

Und Drogen sind eben nicht immer gesundheitsschädliche Rauschmittel. Vielmehr wird der Begriff "Droge" auch für Arzneimittel und Medizin-Produkte verwendet. Als solches ist das CBD zu betrachten, denn es enthält nur so minimale psychoaktive Anteile, dass es keinerlei berauschende Wirkung entfalten kann. Der Grund dafür ist einerseits der minimale Anteil an THC im Industrie- oder Faserhanf, der für die Herstellung des Cannabidiols benutzt wird. Zudem ist das CBD in der Lage, diesen kleinen Anteil in der Wirkung zu entschärfen. Selbst bei hohen Dosen CBD wird also keine berauschende Wirkung eintreten. In der Schweiz ist maximal 1 Prozent THC-Gehalt in CBD-Produkten erlaubt - und diese kommen beim Konsum eines CBD-Präparats gar nicht zum Tragen.

Um die psychoaktive Wirkung des THCs in Cannabis zu erleben, müsste jemand THC-haltigen Hanf züchten - und würde sich damit automatisch strafbar machen. Cannabidiol (CBD), der aus THC-armem Industriehanf gewonnen wird, ist hingegen mittlerweile zur Behandlung verschiedener Erkrankungen und Funktionsstörungen auch in der Schweiz zugelassen. Der erstaunliche Punkt an der Vielfalt der möglichen Anwendungen von CBD-Präparaten ist im Vorhandensein eines körpereigenen Endocannabinoid-Systems bei allen Säugetieren zu sehen. Das bedeutet: Alle Säugetiere sind in der Lage, in ihrem Organismus eine kleine Menge an Cannabinoiden selbst herzustellen. Diese werden für wichtige regulatorische Funktionen auf vielen Ebenen eingesetzt. Die körpereigenen Cannabinoide dienen letztlich dem Gesunderhalt und der Balance lebenswichtiger Prozesse.

Um diese regulative Funktion zu ermöglichen, sind im gesamten Körper des Menschen und aller anderen Säugetiere Rezeptoren vorhanden, die die Aufnahme und Verteilung der körpereigenen Cannabinoide unterstützen. Nun genügen die körpereigenen Cannabinoide aber oft nicht, um gravierendere Störungen oder Schmerzen zu regulieren. Genau hier kommt das CBD als möglicher Regulator ins Spiel. Dank seiner Legalisierung sind wir Menschen nun in der Lage, CBD ganz legal von aussen zuzuführen. Wir können so Funktionsstörungen oder Schmerzen beheben, die eine größere Menge an Cannabinoiden benötigen, als der Organismus zu ihrer Behebung zur Verfügung stellen kann. Da die Rezeptoren für Cannabinoide im gesamten Organismus verteilt sind, erklären sich auch die vielen gesundheitlichen Möglichkeiten, die mit der Verabreichung von CBD-Präparaten geboten sind.

Wir Menschen bringen demnach schon alle Voraussetzungen mit, um von der zusätzlichen Aufnahme CBD zu profitieren. Zudem hat diese Medizinal-Droge keine nennenswerten Nebenwirkungen - ausser zu Beginn, wenn der Körper sich an die plötzlich höheren Dosen dieses Cannabinoids gewöhnen muss. Damit ist CBD gegenüber vielen pharmazeutischen Medikamenten mit gravierenden Nebenwirkungen im Vorteil. Zudem muss man es nicht einmal rauchen, sondern kann es in vielen gesünderen Darreichungsformen nutzen. In unserem Sortiment finden sich Produkte, die entsprechen genutzt werden können.

Die gesundheitsfördernden Eigenschaften von CBD

Dass Cannabidiol (CBD) viele gesundheitsförderliche Eigenschaften hat, ist längst erwiesen. Nicht umsonst wird CBD heute bei der Behandlung von schweren Epilepsien bei Kindern, zur Abmilderungen von unangenehmen Chemotherapie-Nebenwirkungen, bei bestimmten Hirntumoren oder anderen schweren Erkrankungen und Funktionsstörungen verordnet. Die verordnungs- und rezeptpflichtigen CBD-Präparate sind höher dosiert als jene, die in der Schweiz legal frei verkäuflich sind. Die frei verkäuflichen CBD-Präparate aus unserem Hause sind gut verträglich. Sie können ohne gravierende Nebenwirkungen gegen Schmerzzustände bei Arthrose, bei Schlafstörungen, gegen Migräne, Prüfungsangst, Angsterkrankungen und Panikattacken, Stress oder als Begleittherapie bei Krebs eingesetzt werden. Wichtig ist nur, dass anfangs niedrige Dosierungen beachtet werden, um die Nebenwirkungen der Eingewöhnungsphase zu minimieren.


Zu den herausragenden Eigenschaften des CBDs gehören seine

  • schmerzstillenden
  • angstlösenden
  • antibiotischen
  • entzündungshemmenden
  • neuroleptischen
  • anti-epileptischen und krampflösenden


Potenziale. Ausserdem wirkt CBD bei Arthrose-Schmerzen oder Übelkeit und Erbrechen infolge einer Chemotherapie. Schlaflosigkeit wird gelindert. Migränepatienten können besser mit dem intensiven Schmerzreiz umgehen. Gestresste fühlen sich entspannter.


Der Unterschied zwischen Medizinaldroge und Rauschdroge

CBD ist allerdings als Medikament zu verstehen und nicht - wie es sich derzeit andeutet - als Lifestyle-Droge ohne Rauschwirkung. Für einen gesunden Körper bringt CBD keine nennenswerten Vorteile. Man muss sogar sagen: Es ist dann im eigentlichen Sinne eine Droge, auch wenn CBD keine berauschenden Wirkungen entfaltet. Nutzt jemand CBD aber nur, um nach Feierabend zu entspannen - ähnlich wie er ein Glas Wein oder Bier einsetzt - dann ist die Motivation für den Konsum von CBD eine falsche. In einem kranken Körper kann CBD nach dem Ermitteln der geeigneten Dosis wunderbar lindernd wirken. In diesem Fall ist CBD eine Medizinaldroge bzw. ein Arzneimittel. Nur als solche hat das Cannabidiol auch eine Berechtigung. Auch deswegen kosten höher dosierte CBD-Präparate einen stolzen Preis.

Zu den Dosierungen und Darreichungsformen von CBD

Um die richtige Dosis Cannabidiol zu ermitteln, sollte das CBD anfangs niedrig dosiert und eingeschlichen werden. Dabei erweisen sich manche Aufnahmearten als vorteilhafter, weil bei der Aufnahme über den Darmtrakt ein beträchtlicher Teil der CBD-Wirkung neutralisiert wird. Vermutlich "glaubt" die Leber, sie entsorge damit nicht benötigtes körpereigenes CBD.

Die besten Aufnahmewege für das nicht psychoaktive CBD sind die sublinguale CBD-Aufnahme über die Mundschleimhaut, sowie das Vapen - also das Inhalieren von CBD mittels Verdampfer. Auch andere Aufnahmeformen sind gesundheitsförderlich. Aber ein Teil der aufgenommenen Dosis geht dabei verloren. Jede Dosisanpassung sollte in kleinen Schritten vorgenommen werden, um die anfänglichen Nebenwirkungen wie Durchfall, Übelkeit oder Kopfschmerzen zu minimieren.

Die detaillierten Wirkungen des CBDs im Organismus müssen noch jahrzehntelang von Forschern untersucht werden. Am Ende wird festgelegt, in welchen Dosen CBD bei welchen Erkrankungen oder Funktionsstörungen als hilfreich angesehen wird. Diese wissenschaftlichen Daten sind wichtig für die Anerkennung und Verordnung von CBD durch Mediziner aller Fachrichtungen. Da bisher nicht genügend Daten vorliegen, verordnen Schweizer Ärzte CBD bislang eher zögerlich. Viele Patienten testen das Cannabidiol daher in frei verkäuflichen Produkten.

Interessant ist die Feststellung, dass es offensichtlich sehr individueller Dosierungen bedarf. Manche Patienten reagieren bereits auf niedrige Dosen sehr gut. Andere benötigen unglaublich hohe Dosen, bis der gewünschte Effekt eintritt. Warum das so ist, muss die Wissenschaft abklären. Was Forscher bereits wissen, ist dieses: Das körpereigene Cannabinoid-System ist in gewissem Umfang in der Lage, Regulationsprozesse in zahlreichen Bereichen anzustossen, nämlich


  • in Sachen Schmerzregulation
  • bei immunologischen Zusammenhängen
  • bei fertilitätsbezogenen Kontexten
  • in Sachen Herzfunktion
  • im Bereich des Gehirns und bei Gedächtnisleistungen
  • bei der Entwicklung des kindlichen Gehirns
  • bei der Steuerung des Appetits und Hungergefühls
  • oder in Bezug auf Motivationssteuerung oder der Entwicklung von Lustgefühlen

  • Mit anderen Worten: die körpereigenen Cannabinoide greifen in viele Prozesse regulierend ein. Sie sind also offensichtlich lebensnotwendig. Erwiesen ist auch: Die orale Gabe von CBD kann diese Effekte unterstützen - gerade weil es ein körpereigenes Endocannabinoid-System mitsamt der dazu gehörenden Rezeptoren gibt.

    Gleichwohl muss festgestellt werden, dass das Rauchen von CBD oder THC nach heutigen Erkenntnissen dennoch als gesundheitsschädlich angesehen werden muss. Bei dieser Aufnahmeart werden zahlreiche innerkörperliche Prozesse gravierend gestört. Das Inhalieren von Cannabinoiden kann aus Sicht von erfahrenen Medizinern eine fatale Wirkung auf das Gehirn und die Steuerungsmechanismen im Organismus haben.
    Vielen Dank für den Hilfreichen Artikel
    11.06.2019
    Lieber Marco, danke dir für die ganzen Infos, die du gut auf den Punkt gebracht hast! Diesen Artikel kann ich nur weiterempfehlen.
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